Alle waren sie gekommen: Bürgermeister und Bezirkstagsabgeordneter Karl-Heinz Seebald, Landrat Winfried Werner, die Landtagsabgeordnete und Staatsministerin Margit Conrad sowie Bundestagsabgeordneter Gustav Herzog.
Doch dass die Stimmung so ausgelassen wurde und die vielen Seniorinnen und Senioren aus der ganzen Verbandsgemeinde sich an diesem Nachmittag in der Donnersberghalle so wohl fühlten, lag auch an der Perfect-Beat Band, an der Seniorentanzgruppe Rockenhausen unter der Leitung von Frau Uecker und an den Schülerinnen der Paula-Best-Grundschule, die unter der Leitung von Frau Hahnefeld und Frau Mork dem Anspruch auf ihren Trikots „Wir sind die Besten“ vollauf gerecht wurden.
8. Mai 2009 Rockenhausen-Marienthal
In der Ortsmitte von Marienthal konnte Ortsvorsteher Richard Schmidt über 100 Gäste zur Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in der Spielscheune begrüßen.
Viele BürgerInnen, Feuerwehrfrauen und -männer aus der ganzen VG sowie Ratsmitglieder waren gekommen, an der Spitze Verbands- und Stadtbürgermeister Karl-Heinz Seebald und der für die Feuerwehr zuständige VG-Beigeordnete Peter Ebel.
Seebald schilderte, wie das Projekt, trotz schwieriger verwaltungstechnischer Fragen, in die Förderung zwischen Dorferneuerung und Feuerwehrfinanzen eingebettet werden konnte. Es ist ein ganz besonderes Gebäude, das im Rahmen der Spielleitplanung zur Spielscheune UND zum Feuerwehrhaus renoviert wurde. „Der Erhalt der alten Bausubstanz sollte ein Beispiel für die anderen Orte der Verbandsgemeinde werden,“ unterstrich Bürgermeister Seebald den Stellenwert der Sanierung.
27.04.2009 Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, war heute zu Gast in Rockenhausen. Auf Einladung von Gustav Herzog referierte sie zusammen mit Hubert Prügel (Staatsanwalt und Präventionsexperte) und Beate Reich (Staatssekretärin im Justizministerium) zum Thema JUGEND SUCHT HILFE.
Unser Bericht:
Die Zuhörer im vollbesetzten großen Saal der Donnersberghalle merken sofort, da sitzt eine Referentin, die mit Nachdruck und Fachkenntnis überzeugt.
„Das Einstiegsalter sinkt und das sollte uns alarmieren“, sagt Bätzing. Wie verhindern wir, dass sich unsere Kinder ins Koma trinken? Zum einen muss das Jugendschutzgesetz tatsächlich auch angewendet werden. Testkäufer sieht sie als eine Möglichkeit, den unerlaubten Verkauf von Alkohol einzudämmen. Sabine Bätzing hebt aber auch die Vorbildrolle hervor, die Erwachsene gewollt oder ungewollt für die Jugend haben. „Jeder von uns steht in der Verantwortung gegenüber Jugendlichen“, erklärte Bätzing. Auch die Politik nimmt sie in die Pflicht: „Welche Alternativen bieten wir jungen Menschen? Haben wir vor Ort Jugendeinrichtungen und Jugendzentren, geben wir unseren Vereinen Unterstützung oder haben die Jugendlichen nur die Bushaltestelle als Treffpunkt.“
Rockenhausen – Starker Mittelpunkt der Nordpfalz
Die Stadt Rockenhausen mit ihren beiden Ortsteilen Dörnbach und Marienthal ist nicht nur Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung, sondern auch Mittelzentrum nach dem Landesentwicklungsplan für den westlichen Donnersbergkreis. Mit ihren rund 6000 Einwohnern hat die Stadt eine Größenordnung erreicht, in der sie zum einen sympathisch überschaubar geblieben ist, gleichzeitig aber alle wichtigen Funktionen eines modernen aufstrebenden Mittelzentrums wahrnimmt. Neben allen grundlegenden Einkaufseinrichtungen und Dienstleistungsangeboten sind zahlreiche Fachgeschäfte, Banken, Krankenhaus und medizinische Vorsorgeeinrichtungen vorhanden.
Sonnenschein an einem Freitagabend in der schönen Nordpfalz. Die Ohren klingen von den Worten Seebalds: „Keiner soll weggehen!“ Die Menschen unserer Region sollen von Kinderbetreuung bis zur Hilfe im Seniorenalter alle Möglichkeiten erhalten, in ihrer Heimat zu bleiben. Dies war eine der Kernaussagen beim gestrigen Termin am Bürgerhaus in Teschenmoschel.
Karl-Heinz Seebald schilderte den Weg von Kindergärten über die Bildungsmöglichkeiten der Schulen, dann Ausbildung und Arbeit bis hin zum altersgerechten Wohnen und Leben in unserer Verbandsgemeinde.
Nach dem Abschluss der Kanalisation sollen nun andere Rohre in die Dörfer rund um Rockenhausen gelegt werden. Seebald meinte damit das „Leerrohrprogramm“ des Landes. Dies soll die Kommunen bei der Durchführung kostenintensiver Tiefbauarbeiten, die der Anbindung des ländlichen Raums an das World Wide Web dienen, entlasten. Insgesamt stehen hierfür 6 Mio. Euro für die Jahre 2009 und 2010 in Rheinland-Pfalz zur Verfügung. „Wir wollen mit diesen Mitteln in unseren Gemeinden so weit wie möglich kommen“, sagte Seebald. Damit komme man dem Ziel, eine Grundversorgung für einen schnellen Internet-Zugang ( sprich DSL) in der gesamten VG zu haben, wieder ein Stück näher.